GENTECH archive 8.96-97

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Unsere Regierungs-Fernsehstation in Brasilien hat grade gesat, dass
Organtransplantationen (die Regierung hat nämlich grade ein Gesetz
verabschiedet, dass jeder Brasiianer mit seinem Tod Organspender ist, wer's
nicht sein will, muss es im Ausweis eintragen lassen) in 3-4 Jahren unnötig
werden, da bis dahin die Gentechnologie soweit ist, dass wir die Organe von
Schweinen, etc. erhalten, die vorher mit unseren Genen darauf getrimmt
wurden, dass sie unsere Proteine produzieren und somit unser Körper denkt,
es sei sein Organ. England hat ja diese Art von Transplantationen verboten;
die USA dagegen erlaubt sie und überlässt die Entscheidung ganz einfach den
oertlichen Krankenhäusern.

Vielleicht haben wir ja all die Jahrzehnte unseren schlimmsten Feinden zu
oft gesagt, "Du bist ein Schwein" oder "Du bist auf den Hund gekommen" oder
"Du Esel". Nun können wir's bald echt sagen, denn bald haben wir Leute mit
Schweineherzen, etc. Nur schade, dass die Wissenschaft grade den übelsten
Teil in uns zur Wirklichkeit machen wird. Wir haben ja auch schöne Sachen
gesagt ... "Mäuschen", etc. In den USA, Holland, etc. haben sie auch ja auch
bereits Mäuse so getrimmt, mit unseren Genen, dass sie Medizinen gegen die
verschiedensten Krankheiten produzieren.

Denke, in Zukunft wird jeder Haushalt seinen Gen-Garten und Gen-Zoo haben
müssen. Da warten schon Pflanzen und Tiere, geboren mit unseren eigenen
Genen, darauf, uns zu Diensten zu sein, falls wir mal krank sind oder eines
ihrer Organe brauchen. Wird wohl die Zukunft sein. Im Garten hat man schon
gen-eigene Schweine, Hunde, Esel, etc. - eines falls wir sein Herz brauchen,
das andere falls wir neue Lungen brauchen, das andere für neue Augen, neue
Nieren, etc. Am besten eines für jedes der Organe für jedes
Familienmitglied. Dazu noch gen-eigene Mäuse, Ratten und Hamster, für jedes
Familienmitglied, die wir nur melken müssen, falls wir spezifische
Krankheiten haben. Dazu dann noch ein paar gen-Pflanzen, die wir nur essen
müssen und uns alle Vitamine, Mineralien, etc. geben, die wir brauchen. Zu
viel zu tun, drum am besten noch ein Klon von uns, der sich um all das
kümmert. Naja Prost Mahlzeit. Wie schön waren doch die normalen Haustiere,
wie Katzen und Hunde, mit denen man gespielt hat, die Freunde waren. Wie
schön waren die Blumen und Obstbäume im Garten, auch wenn die Früchte mal
Würmer gehabt haben.

Falls jemand karikaturistische Fähigkeiten besitzt, könnte er mir ja das
zeichnen; wäre gut an alle Zeitungen zu verteilen. Am besten gibt man den
Tieren sehr menschliche Züge irgendwo.

Martin