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VICTORY in Germany



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The following press release by GP-Germany (in German) reports that a 
major German frozen food producer ("Frosta") has just announced to go 
GE-free!
More info with 
Christoph Then at Greenpeace Germany (Tel. +49-40-30618-395).

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Pressemitteilung vom 5. Mai 1999

Greenpeace: Durchbruch beim Abschied von Gen-Food 

Firma Frosta kündigt Ausstieg an 

Hamburg, 5.5.99: Auch in Deutschland beginnt der Abschied großer 
Lebensmittel-Hersteller von Genfood. Erstmals kündigte jetzt eine 
bekannte deutsche Lebensmittelfirma an, wieder ausschließlich 
gentechnisch unveränderte Produkte anzubieten: Die Tiefkühl-Firma 
Frosta will ab Mitte Mai kein gentechnisch verändertes Sojaei iß mehr 
in den Fertiggerichten ihrer "Vital"-Reihe einsetzen. Vor einigen 
Tagen hatten bereits mit Nestlé England und Unilever England zwei der 
größten europäischen Lebensmittelhersteller erklärt, in Zukunft auf 
den Einsatz der Gentechnik bei der Herstell g ihrer Produkte zu 
verzichten.

Mit Frosta verabschiedet sich einer der größten deutschen 
Tiefkühlwarenhersteller von Gen-Food. Tiefkühlwaren von Frosta werden 
in fast allen Supermärkten verkauft. Mindestens neun Produkte ihrer 
"Vital"-Reihe hat die Firma bislang mit dem Zusatz "aus genetisch 
veränderten Sojabohnen" gekennzeichnet. Frosta ist mit der deutsche 
Lebensmittelhersteller, der zur Zeit die meisten Gentech-Produkte im 
Angebot hat. Neben Frosta sind fünf weitere Lebensmittelhersteller 
mit derartigen Produkten auf dem Inlandsmarkt vertreten. Darunter die 
Firma Nestlé, die 1998 mit dem " tterfinger"-Schokoriegel  das erste 
Produkt auf den deutschen Markt gebracht hatte, das als gentechnisch 
verändert gekennzeichnet wurde. Inzwischen ist der "Butterfinger" 
jedoch weitgehend aus den Regalen verschwunden. Die Handelsketten 
geben inzwischen o en zu, daß trotz massiver Werbung durch Nestlé der 
"Butterfinger" in Deutschland keinen nennenswerten Absatz gefunden 
hat.

Die Firmen Marks & Spencer (Handelskette im Raum Köln), Mora 
(Tiefkühlwaren), McCain (Tiefkühlwaren), Kikkomann (Sojasoßen) sowie 
Töpfer (Babynahrung) haben in den letzten Wochen ebenfalls 
gekennzeichnete Gentech-Produkte zurückgezogen. Im Vergleich zu 
Frosta haben diese Firmen im Genfood-Bereich jedoch eine gering e 
Bedeutung auf dem deutschen Markt.

Dr. Christoph Then, Gentechnik-Fachmann bei Greenpeace in 
Hamburg: "Der Protest der Verbraucher zeigt Wirkung. Die Chancen 
steigen, daß wir Gen-Soja, Gen-Raps und Gen-Mais aus dem 
Lebensmittelsektor verbannen können. Der Markt für Gen-Food wächst 
nicht, er schwindet. Frosta hat einen großen Schritt in die richti 
Richtung getan. Wir erwarten jetzt von Nestlé Deutschland, sich dem 
umgehend anzuschließen." 

Weitere Informationen bei: 
Greenpeace-Gentechnik-Experte Christoph Then/Tel. 040-30618-395 oder 
bei der Greenpeace-Pressestelle: Rüdiger Rosenthal/Tel. 
040-30618-342. Greenpeace im Internet: http://www.greenpeace.de


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