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Saubere Schweine durch Gentechnik




Gibt's auch Versuche einen  Umwelt-Homo-Sapiens zu "zuechten"  ... ???

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,Saubere" Schweine durch Gentechnik
 In naher Zukunft soll auch der stoerende Geruch gemildert werden 

 Guelph - Nicht mehr nur das Borstenvieh und der Puter mit dem meisten Fleisch 
oder die Kuh mit dem groessten Euter sind das Ziel
 von Tierzuechtern. Kanadische Wissenschaftler haben jetzt ,,saubere" Gen-Schweine kreiert, 
die ein ernstes Umweltproblem bei der
 intensiven Schweinezucht vermeiden helfen sollen. Gleichzeitig koennten die Landwirte 
mit den Tieren viel Geld sparen, betonen die
 Forscher. Denn die Aufzucht koste weniger.

 Wie der Mikrobiologe Cecil Forsberg und der Molekularbiologe John Phillips in Guelph 
im kanadischen Bundesstaat Ontario
 mitteilten, enthaelt der Urin der gentechnisch veraenderten Tiere 20 bis 50 Prozent 
weniger Phosphor als bei einem normalen Schwein.
 Deshalb nennen die Schoepfer ihre Kreationen auch ,,Enviropig" - zu deutsch ,,Umweltschwein". 
Drei Tiere der Yorkshire-Rasse
 kamen im April und Juni dieses Jahres auf die Welt. Sie wurden nach bekannten 
Hockeyspielern auf die Namen Jacques, Gordie und
 Wayne getauft.

 Die Wissenschaftler hatten den genveraenderten Schweinen eine Erbanlage eingepflanzt, 
die aus einer Maus und einer Bakterie
 zusammengestellt ist. Mit Hilfe dieses Gens koennen die Schweine auf natuerliche 
Weise das Phosphor verarbeiten, das in der
 Nahrung enthalten ist. Dadurch koennen die Zuechter auf die Beigabe teurer Futtermittelzusaetze verzichten.

 Finanziert wurde das seit fuenf Jahren laufende Projekt zum Grossteil vom 
Schweinezuchtverband der Region Ontario. Der Verband
 hat nun die Rechte am Vertrieb der Tiere. Auf den Markt koenne das ,,Umweltschwein" 
in etwa vier Jahren kommen, hiess es in Guelph.

 Einen natuerlichen Bestandteil des Schweinedaseins konnten die Forscher bisher allerdings noch 
nicht wegzaubern: ,,Der Geruch ist
 leider der gleiche", sagte Projektleiter Forsberg. Die Quelle des \bels ist jedoch 
seit langem bekannt und soll nun ebenfalls auf
 gentechnischem Weg beseitigt oder zumindest gemildert werden. Wenn es gelaenge, 
den Stickstoffgehalt des Urins zu vermindern,
 dann koennten Schweinestaelle in Zukunft deutlich besser riechen. 
,,Das ist unser naechstes grosses Vorhaben", versprach Forsberg.

 AFP

 DIE WELT, 28. 06. 1999